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KLIMAWOCHEN RUHR 2016

53 Kommunen und Kreise, 264 Veranstaltungen, 150 Projektpartner und 70.000 Besucher – so lautet das erfolgreiche Fazit der KLIMAWOCHEN RUHR 2016. Zehn Wochen lang, von Anfang April bis Ende Juni 2016, präsentierten Kommunen und Kreise, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, öffentliche Institutionen, Initiativen, Vereine und Bürger ihre Ideen, Lösungen und Beiträge zum Klimaschutz.

Ob E-Mobile testen, energetisch sanierte Häuser erkunden oder Windparks besuchen, ob Fahrradtouren, Energieberatungen, Filmabende, Kleidertauschbörsen, Kinder-Unis, gemeinsames Gärtnern, Upcycling-Bastel-Kurse oder Kochkurse – jede Woche stand eine neue Teilregion der Metropole Ruhr im Mittelpunkt.

Während der Tour der KLIMAWOCHEN RUHR 2016 durch die Teilregionen war eines immer dabei: das H2O-Molekül. Mal ganz abstrakt in 2-D, mal als 3-D-Modell oder mobil unterwegs als „H2O-Crash“ auf einem Auto schaffte es visuelle Orientierung.

Von Anfang April bis Ende Juni 2016 präsentierten sich Kommunen und Kreise, Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Institutionen, Verbände, Vereine und aktive Bürgerinnen und Bürger gemeinsam. Jede Woche stand dabei eine neue Teilregion der Metropole Ruhr im Mittelpunkt.

Klicken Sie auf die Teilregion und erfahren Sie mehr über die Klimaschutzaktivitäten und das Veranstaltungsprogramm der teilnehmenden Kommunen und Kreise während der KLIMAWOCHEN RUHR 2016.

Vom Bergwerk zum Plusenergiestandort: Der Bergpark in Dinslaken-Lohberg

Vom Bergwerk zum Plusenergiestandort: Der Bergpark in Dinslaken-Lohberg

Foto: Stadt Dinslaken

Dinslaken . Hamminkeln . Hünxe . Voerde . Wesel . Kreis Wesel

Der Kreis Wesel „lebt“ Klimaschutz im Verbund. Das Klimabündnis der Kommunen im Kreis Wesel hat sich das Ziel gesetzt, gemeinsame Aktivitäten zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel durchzuführen. Dazu werden erfolgreiche Maßnahmen mit der Klimaschutzflagge ausgezeichnet. Aktuell werden gemeinsame Projekte im Bereich Klimabildung und Energiewende geplant.

Die Nähe zum Ruhrgebiet mit dem damit verbundenen Strukturwandel prägt die rechtsrheinischen Kommunen genauso wie die noch zu großen Teilen vorhandene ländliche Struktur. In diesem Spannungsfeld bewegen sich auch die Klimaschutzaktivitäten der rechtsrheinischen Kommunen. Diese reichen von der Umwandlung ehemaliger Industriestandorte zu Zentren alternativer Energieerzeugung bis hin zu Nahwärmeverbundsystemen und der Sanierung städtischer Infrastrukturen. Sie umfassen aber auch Klimaschutzthemen des ländlichen Raumes. Um den Menschen im Kreis die Bedeutung des Themas näher zu bringen, setzten die Kommunen auf einen ganzheitlichen Ansatz. Dieser beinhaltet auch die Vermarktung regionaler Lebensmittel oder die Anpassung an den Klimawandel.

Liefert Strom für tausend Haushalte: Der Solarpark in Neukirchen-Vluyn

Liefert Strom für tausend Haushalte: Der Solarpark in Neukirchen-Vluyn

Foto: ENNI Energie & Umwelt GmbH

Alpen . Kamp-Lintfort . Moers . Neukirchen-Vluyn . Rheinberg . Sonsbeck . Xanten

Der Kreis Wesel „lebt“ Klimaschutz im Verbund. Das Klimabündnis der Kommunen im Kreis Wesel hat sich das Ziel gesetzt, gemeinsame Aktivitäten zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel durchzuführen. Dazu werden erfolgreiche Maßnahmen mit der Klimaschutzflagge ausgezeichnet. Aktuell werden gemeinsame Projekte im Bereich Klimabildung und Energiewende geplant.

Die linksrheinischen Kommunen fördern besonders bürgerorientierte Klimaschutzmaßnahmen wie das energetische Gebäudesanierungsprogramm "Dr. Haus" in Rheinberg, Thermographiebefliegungen in Sonsbeck und Bürgergenossenschaften für erneuerbare Energien wie das Projekt Alpen-Sonne eG in Alpen. Xanten steht für den am Niederrhein typischen fahrradfreundlichen Tourismus. Die Nutzung und Erweiterung von Nah- und Fernwärmeversorgungsnetzen z. B. in Moers durch das Biomasseheizkraftwerk gilt als Projekt mit Modellcharakter. In Neukirchen-Vluyn „erntet“ die einzige Freiflächenfotovoltaikanlage im Kreis Wesel Sonnenstrom für rund 1.000 Haushalte. Ein weiteres ambitioniertes Vorhaben ist die klimaneutrale Durchführung der Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort.

Spielerisch erklärt Theo Tonne, wie Müll zu trennen oder gleich zu vermeiden ist

Spielerisch erklärt Theo Tonne, wie Müll zu trennen oder gleich zu vermeiden ist

Foto: Stadt Oberhausen, Bereich Umweltschutz

Essen . Oberhausen

Mittendrin im Ballungsraum
Essen, Oberhausen – die beiden Großstädte im westlichen Ruhrgebiet verbindet viel. Gerade auch in Sachen Klimaschutz. Ab 2019 soll die Fernwärme, die Tausende Haushalte in Essen und Oberhausen und der Region versorgt, noch klimafreundlicher werden. Rund 25 Kilometer Rohrleitung verbinden dann die bereits bestehenden Fernwärmenetze. Stolze 4,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid können so bis 2050 in der gesamten Metropole Ruhr eingespart werden. Und was die Wärme schafft, können auch die Menschen. Ob am Rhein-Herne-Kanal oder über die Tal Route: Tausende Menschen genießen ihre Freizeit klimafreundlich auf dem Fahrrad und besuchen die Erholungsräume des Emscher Landschaftsparks, wie den Zollverein Park oder den Gehölzgarten Ripshorst. Stadtgrenzen spielen da keine Rolle.

Die AGR-Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen gewinnt aus Abfall Energie

Die AGR-Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen gewinnt aus Abfall Energie

Foto: AGR mbH

Bottrop . Gelsenkirchen . Gladbeck . Herten

Klimagerechter Stadtumbau
Wärmegedämmte Dächer und Häuser, innovative Heizungen, Wärmepumpen und Solaranlagen: Vier Städte in der Emscher-Lippe Region, Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck und Herten, zeigen gemeinsam, wie den Herausforderungen des Klima- und Strukturwandels zusammen mit den Menschen vor Ort begegnet werden kann. In den Handlungsfeldern Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Energie und Stadt werden intelligente Lösungen zur Reduzierung der schädlichen Treibhausgase bei gleichzeitiger Steigerung der Lebensqualität entwickelt. Über die bloße Konzeption hinaus wird in diesem regionalen Labor praxisnah demonstriert, wie diese Lösungen auch umgesetzt werden können. Zukunftshäuser, energetische Quartierssanierung von in die Jahre gekommenen Wohngebäuden, dezentraler und großflächiger Einsatz von Erneuerbaren Energien, Elektromobilität und nachhaltige Industrie- und Gewerbeentwicklung prägen das Gesicht der InnovationCity Ruhr und laden zur Besichtigung und zum Mitmachen ein.
Wir machen Klimaschutz. Sehr gerne sogar!

Viermal jährlich informiert ein Runder Tisch über neueste Entwicklungen der Elektromobiliät

Viermal jährlich informiert ein Runder Tisch über neueste Entwicklungen der Elektromobiliät

Foto: A. Kador/Dortmund-Agentur

Dortmund . Ennepe-Ruhr-Kreis

Mit der Wirtschaftsförderung Hand in Hand
Global denken, lokal handeln – die Energiewende braucht engagierte, starke Partner vor Ort. Nicht erst seit gestern arbeiten im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Dortmund Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit dem dort verankerten Wissen und den Erfahrungen in Sachen Klimaschutz Hand in Hand. Neben der Identifizierung, Entwicklung und Nutzung der Potenziale erneuerbarer Energiequellen steht die enge Zusammenarbeit von Umweltschutz und Wirtschaftsförderung im Fokus. Ziel ist es, Unternehmen durch Projekte wie zum Beispiel ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) oder die Beratungsprojekte der Effizienz-Agentur NRW zukunftsfähig zu machen. Damit sollen die großen Potenziale zur Senkung der Treibhausgasemissionen bei der Wirtschaft gehoben werden.

Spart Energie durch ein eigenes, mit Faulgas betriebenes Blockheizkraftwerk: Das Klärwerk in Bönen

Spart Energie durch ein eigenes, mit Faulgas betriebenes Blockheizkraftwerk: Das Klärwerk in Bönen

Foto: Lippeverband

Bönen . Schwerte

Klimaschutz sichtbar machen
Stürme, Starkregen, Hitzeperioden – der Klimawandel hat viele Gesichter und Ursachen. Doch für die Umsetzung nationaler Klimaschutz- und Klimaanpassungsziele bedarf es auch entsprechender Anstrengungen von Akteuren vor Ort. Neben der Beteiligung an sich stellt die Kommunikation ein zentrales Element dar. „Tue Gutes und rede darüber” heißt es deshalb auch in Bönen und Schwerte, den ersten beiden Kommunen im Kreis Unna mit einer geförderten Stelle für das Klimaschutzmanagement. Diese ist dafür verantwortlich, den Umsetzungsprozess zu koordinieren und Projekte anzustoßen, die Wahrnehmbarkeit von bereits Umgesetztem sicherzustellen und über zukünftig Geplantes aufzuklären. Ein Erfolgsfaktor für diese Vorhaben ist eine gute Netzwerkarbeit innerhalb und außerhalb der Kommune.

Schnittiges SolarCar aus der Sonnenwagen-Manufaktur der Hochschule Bochum

Schnittiges SolarCar aus der Sonnenwagen-Manufaktur der Hochschule Bochum

Foto: Stefan Spychalski

Herne . Bochum

Elektrisch unterwegs
Im Herzen des Ruhrgebiets wird es leiser. Mit dem Rad zur Arbeit, Schule oder zum Supermarkt, das kennt man ja. Dass aber der Kundendienst eines Elektrohandels oder der Apothekendienst mit dem Rad vorfährt, klingt nach Zukunftsmusik. Nicht so in Herne. Seit 2015 steigt ein halbes Dutzend Gewerbetreibender in der nach Berlin und München am dichtesten besiedelten Großstadt testweise auf ein elektrisches Lastenfahrrad. Bis vor die Haustür, kaum hörbar und ohne schädliche Feinstaub- und CO2-Emissionen. Das durch großes Verkehrsaufkommen stark belastete Ruhrgebiet insgesamt zu einem Standort für Elektromobilität weiterentwickeln, das will man in der ehemaligen Opelstadt Bochum. Klimaschonend, komfortabel und intelligent vernetzt soll der Verkehr der Zukunft sein. Und gleichzeitig neue Arbeitsplätze schaffen.

Die Marina Rünthe: größter Sportboothafen NRWs

Die Marina Rünthe: größter Sportboothafen NRWs

Foto: nowofoto / Kreis Unna

Kreis Unna . Bergkamen . Kamen . Unna

„LebensWerte”
Was macht eine Stadt oder eine Region lebenswert? Der Kreis Unna wollte es genau wissen. In einer vom Bund geförderten Studie ließ er 2012/2013 seine Bürgerinnen und Bürger befragen. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage einer regionalen Nachhaltigkeitsstrategie, die unter dem Titel „LebensWerte” vom Kreis unter Beteiligung seiner kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie wissenschaftlicher Begleitung aufgestellt wurde. Als die wichtigsten Themenfelder einer nachhaltigen Entwicklung wurden Bildung, Wirtschaft, Beschäftigung, Mobilität, Klimaschutz und Flächenmanagement benannt. Seit 2014 läuft die zweite Förderphase mit der Umsetzung der ersten Nachhaltigkeitsziele. Im Fokus steht neben der Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen die Umsetzung verschiedener Ziele zum Klimaschutz, der Erzeugung regenerativer Energien und zur Anpassung an den Klimawandel.

Eine Stadt zwischen Römern, Radlern, Wald und Seen: Haltern am See

Eine Stadt zwischen Römern, Radlern, Wald und Seen: Haltern am See

Foto: Leoni Buscher-Ciupke / Haltern am See

Kreis Recklinghausen . Castrop-Rauxel . Dorsten . Haltern am See . Marl . Oer-Erkenschwick . Recklinghausen

Mit dem Rad ins Blaue
Grün und blau ist das Logo des Kreises Recklinghausen: Grün wie die Felder, Wiesen und Wälder, blau wie das Wasser des Halterner Stausees, der Lippe, der zukünftig renaturierten Emscher und der vier Schifffahrtskanäle. Über ein Drittel des bundesweit bevölkerungsreichsten Kreises sind Landwirtschaftsflächen, gut ein Viertel ist bewaldet. Davon ist die Haard eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in der Metropole Ruhr: Ein Pfund nicht nur für den wachsenden Freizeittourismus, sondern gleichzeitig ideale Voraussetzung für eine attraktive und klimaschonende Nahmobilität. Rund 1000 Kilometer Radwege, Fahrradstationen an Bahnhöfen und S-Bahn-Haltepunkten sowie eine ausgeprägte Radfahrkultur verbessern nachhaltig die Ökobilanz.