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Ehemaliger SPD-Oberbürgermeister der Stadt Herne Horst Schiereck auf dem Fahrrad


Credits:
Thomas Schmidt, Stadt Herne

01.09.2014

Lastenfahrrad statt Lkw: Klimafreundlicher Lieferverkehr

Das Fahrrad ist das umweltfreundliche Transportmittel schlechthin und im Stadtverkehr zudem eines der wendigsten. Wie könnte es als klimaschonende Alternative für den innerstädtischen Lieferverkehr eingesetzt werden? Antworten auf diese Frage will in den kommenden zwei Jahren in Herne ein Feldversuch im Rahmen des Projekts „Klimafreundlicher Wirtschaftsverkehr“ der Initiative „Energiewende Ruhr“ finden.

Dabei wird untersucht, welche ökonomischen und ökologischen Potenziale in  Kommunen sich ergeben, wenn konventionelle Transporter auf der sogenannten „letzten Meile“ durch Lastenräder ersetzt werden.

Für rund ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen CO2 ist der Verkehr verantwortlich. Ein großer Teil der Emissionen stammt vom Lieferverkehr. Tendenz steigend – da der Trend zum Online-Shopping und damit zu direkter Warenanlieferung weiter geht. Insbesondere vor diesem Hintergrund wird es immer wichtiger, klimaschonende Verkehrskonzepte zu entwickeln, bei denen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen.

Herne als Großstadt mitten im Ruhrgebiet, die gleichzeitig als Stadt der „kurzen Wege“ gilt, wurde nun als Praxiskommune für das Projekt „Klimafreundlicher Wirtschaftsverkehr“ der Initiative „Energiewende Ruhr“ ausgewählt. Die Projektidee stammt von der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Daneben sind auch Karstadt, die Zweiradeinkaufsgenossenschaft eG und die Stiftung Mercator als Förderer. Im Detail soll nun ermittelt werden, welche Voraussetzungen erforderlich sind, damit sich das Fahrrad als Lieferverkehrsmittel etablieren kann: von den erforderlichen Infrastrukturen bis hin zu finanziellen und rechtlichen Aspekten. Untersucht wird auch welche Chancen und wirtschaftliche Vorteile sich Unternehmen und Geschäftsleuten eröffnen, etwa durch Zeitersparnisse bei der Parkplatzsuche. Darüber wird in Herne gehofft, dass die Ergebnisse der Planung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur zugute kommen. Über den Versuchszeitraum hinaus soll das Fahrrad als Lieferverkehrsmittel etabliert werden – so zumindest das Wunschergebnis der Projektbeteiligten.

Weitere Informationen auf www.energiewende-ruhr.de